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Manifestation des Unaussprechlichen. (Un)mögliche Welt- und Selbsterkenntnis in Literatur …

19,00 

ISSN 1230–6045
ISBN 978–83–7865–771–2

Opis

Manifestation des Unaussprechlichen. (Un)mögliche Welt- und Selbsterkenntnis in Literatur und Kunst. SGG 38

Wydawnictwo Uniwersytetu Gdańskiego

 

Vorwort

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“1 Wittgensteins markanter

Satz kann bei jeder Fragestellung nach Unaussprechlichkeit des Existierenden als Ausgangsund

Bezugspunkt fungieren. Die Leistungsfähigkeit der Sprache im Denken und Erkennen

wurde schon mehrfach analysiert und als problematisch erklärt. Über die Unmöglichkeit,

mittels der Sprache einen Sachverhalt angemessen darstellen zu können, beschwerten sich

nicht nur Philosophen und Literaten vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Dieses Unvermögen

wurde in der Literatur viel früher zum Ausdruck gebracht. Wichtige Impulse für das moderne

sprachkritische Denken gingen von den Jahren um 1800 aus.

Mit dem Unaussprechlichen könnte man in erster Linie das Göttliche konnotieren. Das Unvermögen,

ein transzendentes Wesen in Worte zu fassen, wird vor allem in der mittelalterlichen

Mystik zum Ausdruck gebracht. Die paradoxen Versuche, das Unsagbare zu sagen, aber auch

das Undenkbare zu denken und das Ungegenständliche zum Objekt zu machen, gehören zum

Wesen der Mystik. In ihrem Beitrag zeigt Joanna Godlewicz‑Adamiec, wie die mittelalterlichen

Mystiker eine Methode finden, mit dem Unaussprechlichen umzugehen. Das Konzept, über

das Unsagbare bildhaft oder allegorisch zu sprechen oder darauf mit Schweigen zu reagieren,

wird in vielen Versionen in den nächsten Epochen fortgesetzt. Das Unaussprechliche wird zum

Sagbaren, das nicht nur das bedeutet, worüber man sprechen kann oder darf, sondern auch das,

was sich der Sprache entzieht – aus metaphysischen, pragmatischen oder semantischen Gründen

– und was in Allegorien, Symbolen, Metaphern zum Tragen kommen muss.

Ohne Zweifel sind die Bemerkungen der Mystiker des Mittelalters, aber auch des 19. Jahrhunderts

wie z.B. der Katharina Anna Emmerich, für das Denken und Sprechen in den

nächsten Epochen nicht unwichtig. Sie hinterlassen ihre Spuren in der Literatur der Moderne

und der Gegenwart, in der „transzendentale Obdachlosigkeit“ zur Norm wird, wie es Andreas

Klein am Beispiel der Literatur der Moderne und Tomasz Małyszek im Roman von Sibylle

Lewitscharoff zeigen.

 

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort (Agnieszka K. Haas) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Joanna Godlewicz‑Adamiec

Das Unsagbare sagen. Bilder der Natur und Naturmetapher im Liber Vitae Meritorum

der Hildegard von Bingen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Sonja Klimek

„So fällt die Feder mir vor Wehmuth aus der Hand“ – Verstummen

und Nicht‑mehr‑Schreiben‑Können als Topos im Klagegedicht

der Frühaufklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Agnieszka K. Haas

Zur Unverständlichkeit von Chiffren und Hieroglyphen der Natur in der Prosa

der Frühromantik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Tomasz Szybisty

Selbstverdammnis und verzögerte Liebeserklärung. Einige Bemerkungen

zum Verhältnis von Schweigen und Reden in E.T.A. Hoffmanns

Erzählung Die Bergwerke zu Falun . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

Andriej Kotin

Der Sprechende und das Unaussprechliche – Literarische Kunst

als „Kampf mit der Sprache“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71

Andreas Klein

Schreiben auf der Schwelle: Zum besonderen Charakter literarischer Beschreibungen

des Unsagbaren in der Moderne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

Beate Sommerfeld

„Bilder, eigentlich Worte, eigentlich Evidenzen“ – Konturierungen des Unsagbaren

in Friederike Mayröckers Texten zur bildenden Kunst . . . . . . . . . . . . 95

Tomasz Małyszek

Das Unaussprechliche in Sibylle Lewitscharoffs Roman Das Pfingstwunder . . . . . 106

Agnieszka Sowa

Manifestationen des Unaussprechlichen in Martin Mosebachs Roman

Was davor geschah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121

Ewelina Damps

Das Herbarium von Herta Müller. Über das Außersprachliche

in der Pflanzenwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132

Anne D. Peiter

Radioaktivität, Wahrnehmbarkeitsgrenzen und das Unaussprechliche.

Überlegungen zu epistemologischen Darstellungsproblemen in deutschen

und US‑amerikanischen Science‑Fiction‑Texten . . . . . . . . . . . . . . 144

Über Autoren und Autorinnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157

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